VS: PsyCovid19 – ein psychologisches Hilfsangebot

Unter dem Namen PsyCovid19 können Bevölkerung, Patienten und das Gesundheitspersonal ab sofort ein psychologisches Hilfsangebot während der Corona-Pandemie nutzen. Dieses Angebot ist dank der Finanzierung des Kantons kostenlos.

// Sous le nom de PsyCovid19 , la population, les patients et les travailleurs de la santé peuvent désormais bénéficier d'un service de soutien psychologique pendant la pandémie de corona. Cette offre est gratuite grâce au financement du canton. Beat Weber



Quellen:
» Radio Rottu (31.3.2020)
» La Nouvelliste (31.3.2020)
»  SRF Regionaljournal BE-FR-VS (31.3.2020)

Bericht:
Das Projekt verfolgt zwei Hauptziele:
• Koordination der verschiedenen Angebote im Kanton VS für Menschen in existenziellen, sozialen oder zwischenmenschlichen Notlagen
• psychologische Unterstützung des Gesundheitspersonals, insbesondere in der klinischen Ethik, Infektiologie, Palliativpflege, Psychiatrie, im Rettungswesen und im gesamten sozialmedizinischen Bereich

Im Oberwallis steht die PsyCovid19-Helpline unter der Nummer 027 604 39 88 ab sofort der Bevölkerung, Spitalmitarbeitenden und Fachpersonen aus medizinischen sowie psychosozialen Institutionen zur Verfügung. Betreut wird die Linie von Fachpersonen des Care-Teams Psychiatriezentrum Oberwallis PZO. Im Spitalzentrum Oberwallis ist die psychische Unterstützung der Patienten und ihrer Angehöriger durch den PZO-Konsiliardienst und das Care-Team PZO gewährleistet. Bei psychiatrischen Notfällen kann sich die Bevölkerung im Oberwallis unter der Nummer 027 604 36 50 und ausserhalb der Bürozeiten unter der Nummer 027 604 33 33 an das PZO wenden.

Im Unterwallis werden die Angebote vom Netzwerk » Réseau Entraide Valais koordiniert. Für Personen in psychischen Notlagen stehen die Kompetenzzentren für Psychiatrie und Psychotherapie des Spitals Wallis unter der Nummer 0800 012 210 bereit. Diese Nummer ist rund um die Uhr erreichbar, ebenso der Psychiatrie-Notfall im Spital Martinach. Die Abteilung Liaisonpsychiatrie des Spitals steht den hospitalisierten Patienten und Spitalmitarbeitenden zur Verfügung. Spitalexterne Gesundheitsfachpersonen erhalten unter folgenden Nummern Unterstützung: 058 433 0 110 (Französisch) und 058 433 0 115 (Deutsch).

// En Bas-Valais, les offres sont coordonnées par le réseau » Réseau Entraide Valais. Pour les personnes en détresse mentale, les centres de compétence en psychiatrie et psychothérapie de l'hôpital du Valais sont disponibles au 0800 012 210. Ce numéro est disponible 24 heures sur 24, tout comme l'urgence psychiatrique de l'hôpital Martinach. Le service de psychiatrie de liaison de l'hôpital est à la disposition des patients hospitalisés et du personnel hospitalier. Les professionnels de santé externes peuvent recevoir une assistance aux numéros suivants : 058 433 0 110 (français) et 058 433 0 115 (allemand).

AG: Spitalseelsorge an Corona-Patienten

Aargauer Spitalseelsorger bereitet sich auf Corona-Patienten vor: «Es gilt, das Grundvertrauen zu bewahren». Bald wird Stefan Hertrampf seinen ersten Covid-19-Patienten betreuen. Wie er sich vorbereitet – und wie Szenen wie in Italien verhindert werden sollen.

Die Corona-Welle ist in der Schweiz angekommen. Für die Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Aargauer Kantonsspitälern hat die zusätzliche Arbeit derweil schon längst begonnen. «Seit ein Besuchsverbot gilt, sind wir für viele Patienten neben dem Gesundheitspersonal die einzigen Kontakte», sagt Theologe Stefan Hertrampf, stellvertretender Fachstellenleiter der Spital-, Klinik- und Heimseelsorge der römisch-katholischen Landeskirche.

Beat Weber

Quelle:
» Aargauer Zeitung (22.3.2020)



Foto:
Stefan Hertrampf, Theologe und Spitalseelsorger: «Empathie zu vermitteln im Schutzanzug, ist nicht ganz einfach», © zvg.

Bericht:
Die Corona-Welle ist in der Schweiz angekommen. Für die Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Aargauer Kantonsspitälern hat die zusätzliche Arbeit derweil schon längst begonnen. «Seit ein Besuchsverbot gilt, sind wir für viele Patienten neben dem Gesundheitspersonal die einzigen Kontakte», sagt Theologe Stefan Hertrampf, stellvertretender Fachstellenleiter der Spital-, Klinik- und Heimseelsorge der römisch-katholischen Landeskirche.
«Unsere wichtigste Aufgabe ist das Zuhören. Wir urteilen nicht, wir werten nicht, wir missionieren nicht. Manchmal genügt es, einfach nur da zu sein und gar nichts zu sagen. Das wird nicht anders sein, wenn wir einen Covid-19-Patienten vor uns haben.»

In den Kantonsspitälern Aarau und Baden sind insgesamt neun Seelsorger der katholischen und reformierten Landeskirchen im Einsatz. «Auf eine solche Situation, wie sie nun auf uns zukommen wird, kann man sich nur bedingt vorbereiten», sagt Hertrampf. «Wir gehen davon aus, dass das Bedürfnis nach Gesprächen mit uns in den kommenden Tagen und Wochen weiter zunehmen wird, sowohl bei Patienten im Spital als auch beim Personal.»
Bei den Gesprächen mit den Seelsorgern gebe der Patient oder die Patientin das Thema vor. «Mit uns kann man über alles reden. Trost spenden heisst nicht, Menschen Ratschläge zu erteilen, und schon gar nicht, Floskeln zu verwenden wie: ‹Das geht auch wieder vorbei›.» Hilfreich sei das Dasein, das Anerkennen des Leids, sagt Hertrampf. «Es gibt keine Rezepte, die man auspacken könnte und die auf jeden Patienten passen. Wir begleiten Menschen individuell. Das ist aber auch in normalen Zeiten so.»
Falls ein Corona-Patient um ein Gespräch mit einem Seel­sorger bittet, «werden wir den Raum selbstverständlich mit Schutzanzug betreten. Für uns ist das nichts Neues. Wir haben auch schon in der Vergangenheit Gespräche mit Patienten geführt, die isoliert waren.» Der Anzug führe zwar zu einer gewissen Distanz, weil man das Gesicht kaum sehe. «Emotionen und Empathie zu vermitteln, ist auf diese Weise nicht ganz einfach. Die Akzeptanz der Patienten ist aber gross, sie wissen, warum wir so ausgestattet sind.»
Die Belastung des Personals sei durch die Corona-Krise gestiegen und werde noch steigen. Eine gewisse Anspannung sei derzeit bei allen spürbar. «Auch bei mir persönlich. Das Unheimliche ist, dass das Virus uns allen näher kommt, aber nicht sichtbar ist. Es gilt jetzt, das Grundvertrauen zu bewahren», sagt Hertrampf. Um das Personal noch besser unterstützen zu können, haben die Spitalseel­sorge sowie der Fachbereich Psychosomatik und Psychoonkologie im Kantonsspital Aarau einen zusätzlichen Dienst zur psychologischen Unterstützung eingerichtet.
Herzzerreissende Momente wie in Italien vermeiden

Die hoffnungsvolle Nachricht: Herzzerreissende Szenen wie in Italien sollen in Aargauer Spitälern vermieden werden. «Das Schlimme ist, dass die Patienten allein sind. Wie sie weinen und darum betteln, ihren Kindern und Enkel ‹Auf Wiedersehen› zu sagen», berichtete Francesca Cortellaro, Notfallmedizinerin Spital San Carlo Borromeo in Mailand. Patienten in Aargauer Spitälern dürfen zwar zurzeit keine privaten Besuche empfangen, davon ausgenommen seien aber Patienten in ausserordentlichen Situationen, sagt Stefan Hertrampf.

… und ein nochmals ganz anderer » Bericht aus Bergamo

NW+OW: Bestattungen angesichts des Corona-Virus

Bestattung ohne Trauergottesdienst: Das empfehlen Ob- und Nidwaldner Seelsorger
Wegen des Corona-Virus können Angehörige nur noch im engsten Kreis von ihren Liebsten Abschied nehmen. Den Trauerprozess könne man dennoch nicht verschieben, findet unter anderem die Kernser Pfarreibeauftragte Marianne Waltert.

Beat Weber

Quelle:
» Luzerner Zeitung (20.3.2020)


Foto:
Elmar Rotzer, Diakon und Gemeindeleiter, auf dem Friedhof in Ennetbürgen.
Bild: Adrian Venetz (19. März 2020)

Bericht:
Der Ennetbürger Gemeindeleiter und Diakon Elmar Rotzer hat am vergangenen Donnerstag auf dem Friedhof die erste Beisetzung unter speziellen Vorzeichen abgehalten: Bestattungen dürfen wegen des Corona-Virus bis mindestens 19. April nur noch im kleinsten Kreis stattfinden, Trauergottesdienste sind nicht mehr gestattet. «Im engen Familienkreis haben wir die Urne des Verstorbenen in einem würdevollen Rahmen auf dem Friedhof beigesetzt», sagt Elmar Rotzer. Der Trauergottesdienst hat bereits vorher stattgefunden.

Für ihn steht grundsätzlich einer Verschiebung der Bestattung oder des Trauer- und Gedenkgottesdienstes nichts im Wege. «Im Trauergespräch teilt mir die Familie ihre Bedürfnisse mit. Ich gehe jeweils individuell auf die Situation ein und suche mit den Angehörigen nach einer geeigneten Lösung.» Rotzer kann sich in der momentanen Situation beide Varianten gut vorstellen: Die Beisetzung findet im kleinen Familienkreis statt, der Trauergottesdienst folgt später oder die Angehörigen warten mit Beisetzung und Trauerfeier, bis diese wieder im grösseren Rahmen und ohne Einschränkungen stattfinden können. Für eine Beisetzung im kleinen Kreis plädiert der Stanser Pfarreiadministrator und Nidwaldner Dekan Melchior Betschart.

«Zuwarten, bis wieder normale Beerdigungen möglich sind, scheint mir nicht sinnvoll, da dieser Notstand noch längere Zeit anhalten kann.»
Anstelle des ausgefallenen Trauergottesdienstes werde er während der Beisetzung einige Gebete und Texte mehr zur Trauergemeinde sprechen. Entfernten Verwandten oder sonstigen Angehörigen, die an der Bestattung nicht teilnehmen dürfen, empfiehlt er, später individuell am Grab des Verstorbenen Abschied zu nehmen.

Dekan Bernhard Willi: Warten ist schlecht für den Trauerprozess

Eine Verabschiedung oder Bestattung möglichst bald nach dem Tod vollziehen: Das empfiehlt auch der Sarner Pfarrer und Obwaldner Dekan Bernhard Willi. «Damit länger zu warten, ist nicht empfehlenswert für den Trauerprozess, sonst könnte dies die Wunden wieder aufreissen.» Eine gute Möglichkeit finde er, die nicht durchgeführte Trauerfeier später in einem Gottesdienst wie dem Dreissigsten zu integrieren und dem Verstorbenen zu gedenken, sofern Gottesdienste bis dahin wieder erlaubt seien. Doch schliesslich müsse jede Trauerfamilie selber wissen, was für sie am besten stimme. Dies könne sie mit dem Seelsorger individuell besprechen. Niemand habe Erfahrung mit der aktuellen Situation. Er möge sich nicht daran erinnern, dass schon mal Gottesdienste und grössere Trauerfeiern verboten worden seien, meint der 54-jährige Bernhard Willi, der seit 2005 Pfarrer von Sarnen ist.

Auch die Kernser Pfarreibeauftragte Marianne Waltert rät den Trauerfamilien davon ab, Beerdigungen zu verschieben. «Es gibt Ereignisse, die man nicht vertagen kann. Dazu gehört der Trauerprozess und als Teil davon auch die Bestattung.» Dass man jetzt auf den «richtigen» Gottesdienst in der Kirche verzichten müsse, sei zwar traurig, aber die Familien verstünden dies. «Ich werde mich bemühen, die Beisetzungen trotzdem so stimmig wie möglich für die Angehörigen zu gestalten.»


Links zu ähnlichen Themen und Beiträgen:
» Aus Italien: Die Stadt, in der die Glocken nicht mehr läuten (BaZ, 24.3.20)
» Beerdigungen in Zeiten von Corona (Radio SRF 3.4.20)

CNS/CAS: NEWSLETTER 2020.01

Am Mittwoch, den 1. April 2020, ging der Newsletter 2020.01 (Jan.–März) an Mitglieder, Institutionen und interessierte Kreise (siehe pdf im Anhang)

// Le mercredi 1er avril 2020, la Newsletter 2020.01 (janv.-mars) a été envoyée aux membres, aux institutions et aux parties intéressées (

voir pdf en annexe Beat Weber

Care Teams | Notfallseelsorge Schweiz (CNS)
Care Teams | Aumônerie d’urgence Suisse (CAS)



Editorial D:
Liebe Leserin, lieber Leser,
Sie haben den ersten Newsletter CARE|Notfallseelsorge dieses Jahres vor sich. Die Welt ist eine andere geworden – ein „Mini-Lebewesen“, das sich rasend verbreitet und schlimme Folgen haben kann, ist der Grund dafür. Im Hauptbeitrag „Corona & Care“, der regelmässig aktualisiert wird, finden Sie Wesentliches zusammengestellt.

Die Themen der weiteren Berichte entnehmen Sie der nachfolgenden Liste. Den Schluss bilden Informationen von uns als CNS: Die GV musste verschoben werden, und es gibt einige Personalwechsel. Ich selbst werde auf Ende Juni als Geschäftsführer & Webkoordinator zurücktreten, und wir suchen zunächst für ein Jahr einen neuen Webkkoordinator.
Seien Sie behütet in diesen herausfordernden Zeiten. Wir danken Euch für Euren wichtigen Dienst und: Take CARE!

Liebe Grüsse
Care Teams | Notfallseelsorge Schweiz (CNS)
Beat Weber, Geschäftsführer & Webverantwortlicher



Éditorial F:
Cher lecteur,
Vous avez devant vous la première newsletter CARE|Aumônerie d'urgence de cette année. Le monde a changé - une « mini-bête » qui se propage à une vitesse folle et peut avoir des conséquences terribles en est la raison. Dans l'article principal « Corona & Care », qui est régulièrement mis à jour, vous trouverez des informations essentielles. Les thèmes des autres rapports sont présentés dans la liste ci-dessous.

Enfin, il y a des informations de notre part en tant que CAS : l'AG a dû être reportée, et il y a eu quelques changements de personnel. Je quitterai moi-même mes fonctions de Sécretaire général & coordinateur du web à la fin du mois de juin, et nous recherchons un nouveau coordinateur du web, initialement pour un an.
Soyez protégé en ces temps difficiles. Nous vous remercions pour votre service important et : Take CARE !

Chères salutations
Care Teams | Aumônerie d'urgence Suisse (CAS)
Beat Weber, Sécretaire général & coordinateur du web

Palliative Care – eine andere Weise von Care

CARE – die Sorge und Hilfestellung für bedürftige Menschen in besonderen Lebenslagen verbindet die Krisenintervention unserer Care Teams in Not-, Unglücks- und Todesfällen mit der Arbeit von „Palliativ Care“ (PCare). Die Bezeichnung leitet sich ab aus lat.

„pallium“, was einem mantelähnlichen Umhang entspricht. Palliative Care umfasst die Betreuung und die Behandlung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und/oder chronisch fortschreitenden Krankheiten.

Ihr Schwerpunkt liegt in der Zeit, in der die Heilung als nicht mehr möglich erachtet wird und kein primäres Ziel mehr darstellt. Es wird angestrebt Patientinnen und Patienten eine ihrer Situation angepasste optimale Lebensqualität bis zum Tode zu gewährleisten und die nahestehenden Bezugspersonen angemessen zu unterstützen. Nachfolgend finden sich einige (weiterführende) Links und Hinweise zur Palliative Care.

Beat Weber

Palliative Care

palliative.ch: Schweizerische Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Betreuung:
Bubenbergplatz 1, 3011 Bern; Tel. 031 310 02 90;
» Homepage für die Allgemeinheit
» Page d'accueil pour le grand public
» Homepage für Fachpersonen
» Page d'accueil pour les professionelles
» Palliativ-Karte der Schweiz (Überblick)
» Nationaler Palliative Care Kongress (25.–26.11.2020, Biel)

Weitere, auch kantonale und regionale Hinweise:
• CH: Palliative Care: » Tipps für Betroffene und Angehörige (SRF: Ratgeber 2.11.2017)
• SO: Freiwillige begleiten schwerkranke und sterbende Menschen: » Kursangebote der Fachstelle für Diakonie und Soziale Arbeit (FADISO)
• GR: Im Safiental entstehen bis 2020 pflegegerechte Wohnräume – für ein Leben in Würde bis zuletzt: » Tenna Hospiz
• BE: Stelle (40%) » Projektmitarbeit Spezialseelsorge / Palliative Care (refBEJUSO)
• ZG: » Stellenleitung (100%) Spitalseelsorge, inkl. Koordination Seelsorge Palliative Care (kathZG)
• ZH: TV-Dok (24.11.19) zu » Der Tod – das letzte Tabu: Auf Einsatz mit der Palliativpflege (nach Sendung auf Mediathek Play SRF zu finden)
• AG: » Palliative und Spiritual Care: Fortbildung in Trauerbegleitung für Fachpersonen Gesundheitswesen und Seelsorge (2020)

Verwandte Themen und Berichte auf unsere CNS/CAS-Homepage:
» Palliative Care – Spiritual Care
» Weiterbildungsangebote PCare
» Sterben und Sterbende begleiten
» Zu jung zum Sterben
» Lebensende – würdevoll sterben
» Assistierter Suizid!?
» Seelsorglich/kirchlich assistierter Suizid?
» Care & Religion / Spiritualität?
» Member Care
» Homepage Spitalseelsorge Schweiz

SZ: Sesselbahn-Unfall am Stoos

Am 6. Febr. 2020, ca. 22 h, kam es auf der Spezialtalfahrt einer zehnköpfigen Gruppe nach einem Firmenanlass (Lindt & Sprüngli) bei der Talfahrt des Sesselifts Fronalpstock–Stoos (Gemeinde Morschach) zum Absturz eines Vierer-Sessels.

Ursache war eine Kollision mit dem gespannten Windenseil eines Pistenfahrzeugs. Beim Sturz aus 10m Höhe wurden 2 Personen lebensbedrohlich, 2 weitere erheblich verletzt. Polizei und Rettungsdienste kamen zum Einsatz.

Die Verletzten wurden mit Helikoptern in verschiedene Spitäler gebracht; ein Verunfallter erlag am 12. Febr. seinen Verletzungen. Auch ein Care-Team kam zum Einsatz.

Beat Weber,

Links zur Berichterstattung der Medien:
» SRF, 7.2.20
» SRF, 13.2.20
» Luzerner Zeitung, 7.2.20
» Blick, 7.2.20

CNS/CAS: GV abgesagt / AG annulée

Generalversammlung CNS 2020 / Assemblée générale CAS 2020

Beat Weber,

GV der CNS wie PSNV-Tagung wurden abgesagt. / L'AG de CAS et la confférence PSNV ont été annulées.

GV CNS / AG CAS vom Donnerstag, 7. Mai 2020 (Olten, 9.30–15.30 h)
Veranstalter: Care Teams | Notfallseelsorge Schweiz (CNS) / Care Teams | Aumónerie d'urgence Suisse (CAS)
Mit Informationen und Weiterbildungsteil zum Thema SUIZID.
» Nähere Infos und Anmeldemöglichkeitt

Ausserdem:
Die Schweizerische Vereinigung Psychosoziale Notfallversorgung (SV PSNV) führt ihre diesjährige » Fachtagung am Samstag, 16. Mai 2020, in Sursee durch. Eine Teilnahme wird von CNS/CAS empfohlen.

Jahresberichte / Rapports annuels 2019

Die meisten kantonalen und nationalen Organisationen im Bereich Care/Notfallseelsorge geben einen Jahresbericht heraus, in dem über Stand und Umfang der Tätigkeiten informiert wird. / La plupart des organisations cantonales et nationales dans le domaine de la pastorale d'urgence publient un rapport annuel sur l'état et l'étendue de leurs activités.

Beat Weber,

Die Jahresberichte 2019 sind – soweit sie vorliegen und uns zugänglich gemacht wurden – bei den Info-Seiten der einzelnen Kantone/Organisation unten angehängt (pdfs). Zudem findet sich auf dieser Seite unten eine Zusammenstellung der bei uns als Care Teams | Notfallseelsorge Schweiz eingegangenen Jahresberichte 2019

/ Les rapports annuels 2019 - dans la mesure où ils sont disponibles et ont été mis à notre disposition - sont annexés ci-dessous (pdfs) aux pages d'information des différents cantons/organisations. Sur cette page, vous trouverez également une compilation des rapports annuels 2019 que nous avons reçus en Care Teams | Aumônerie d'urgence Suisse.

CH: Religiöse Landschaft in Veränderung

In der Schweiz wächst die Gruppe der Religionslosen am stärksten. 28% der über 15-Jährigen gehören keiner Religionsgemeinschaft an. Die neue Zahlen des Bundes zeigen: Es gibt heute mehr Konfessionslose als Evangelisch-Reformierte. Vor 50 Jahren waren fast 100% aller Schweizerinnen und Schweizer katholisch oder reformiert. Seither verlieren die Landeskirchen laufend Mitglieder, die Reformierten schneller als die Katholiken. Heute ist knapp jeder vierte Einwohner der Schweiz reformiert, jeder dritte katholisch. Fast ein Drittel gehört keiner Religion an. Daraus ergeben sich auch Herausforderungen für unsere Arbeit als Care Teams | Notfallseelsorge Schweiz (CNS).

Beat Weber,

Links:
» Beitrag mit Statistik der Religionszugehörigkeiten nach Kantonen (SRF, Heute um Vier, 30.1.20)
» Konfessionslose legen zu (kath. CH, 30.1.20)
» Entwicklung der Religionslandschaft der Schweiz 1970–2018 (Bundesamt für Statistik, 30.1.20)

Es gibt allerdings grosse kantonale Unterschiede und ein deutliches Stadt-Land-Gefälle: In Zürich und Basel bilden die Religionslosen die grösste Gruppe. In Basel ist jeder Zweite konfessionslos. In den ländlichen katholischen Kantonen Appenzell Innerrhoden und Uri sind es nur gerade knapp zehn Prozent. Der Anteil an Muslimen in der Schweiz bewegt sich bei fünf Prozent, evangelikalen Gruppierungen oder Sekten gehören rund siebeneinhalb Prozent der befragten Bewohnerinnen und Bewohner an.

TV-Hinweise (Sammelbericht)

Es sei nachfolgend auf eine Reihe von neueren Beiträgen über Themen aus dem mehr oder weniger engen Umfeld unserer Arbeit als CARE TEAMS / Notfallseelsorge Schweiz (CNS/CAS) hingewiesen, die gesendet wurden oder noch werden. Meist finden sich diese anschliessend in Mediatheken u.ä. eingestellt, so dass sie auch nach dem Sendetermin angesehen werden können. Die Listung folgt den Sendedaten.

Beat Weber,

• TV SRF 1 (Video 45'): » Das Sonnentempler-Drama (1994 – 25 Jahre danach)
Das Sektendrama um den Ordre du Temple Solaire gilt als einer der bizarrsten Fälle der Schweizer Kriminalgeschichte. Allein in der Schweiz kamen 1994 in Cheiry FR und Salvan VS 48 Mitglieder der Sonnentempler-Sekte ums Leben. Heute steht fest, dass die meisten von ihnen ermordet wurden. Erstmals zu sehen sind in diesem Dokumentarfilm exklusive Filmaufnahmen und Fotos des Sektenführers Jo Di Mambro. Zu den Hauptverdächtigen gehörte damals der Schweizer Dirigent und Komponist Michel Tabachnik. Was ist aus ihm geworden?

• TV ARD, So 17. Nov., 17.30–18.00 h: » Wo Liebe allein nicht hilft
Seitdem Nils denken kann, war seine Mutter depressiv. Die ganze Familie litt unter ihrer Krankheit, über Monate hinweg verschwand sie - für das Kind Nils ins Ungewisse.

• TV SRF 1, So 17. Nov., 22.25–22.55 h: » Der Tod – das letzte Tabu (1): Was ein Suizid hinterlässt (Dok) => Mediathek
Fassungslosigkeit, Trauer und die Frage: Warum? Wenn sich ein Mensch das Leben nimmt, lässt er seine Angehörigen alleine zurück, schockiert und oft traumatisiert. Sie müssen mit dem Suizid weiterleben. Doch wie?

• TV SWR, Mi 20. Nov., 20.15–21.00 h: » Die letzte Entscheidung – wie sich die Bestattungskultur wandelt
Die Bestattungskultur in Deutschland wandelt sich rasant. Online-Bestattungshäuser konkurrieren auf dem Markt und fahren offensive Werbekampagnen, Discount-Bestatter unterbieten sich im Preis. Gleichzeitig etablieren sich "alternative" Bestatter, die mit einem besonders würdevollen Umgang mit den Toten werben.

• TV SRF 1, So 24. Nov., 22.35–23.5 h: » Der Tod – das letzte Tabu (2): Auf Einsatz mit der Palliativpflege (Dok) => Mediatheik
Unheilbar kranke Mensch haben das Anrecht auf Palliativpflege. «Reporter» ist mit einer spezialisierten Pflegefachfrau ein halbes Jahr im Einsatz. Palliative Care ermöglicht Patientinnen und Patienten ein Lebensende zu Hause.

• TV ZDF, Di 26. Nov., 22.15–22.45 h: » Der unsichtbare Feind
Bis zu 600 000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Infektionen durch multiresistente Keime. Rund 15 000 sterben daran, Tendenz steigend.

• TV ARTE; Do 28. Nov., 19.40–201.5 h: » Spiritualität 2.0: Der Traum vom optimierten Ich
Die Reportage zeigt, was moderne Spiritualität ausmacht und warum so viele Menschen heute Sehnsucht nach einem höheren Sinn im Leben haben. Ein Phänomen, das inzwischen auch ein Milliardenmarkt ist.

• TV SRF 1, So 1. Dez., 22.25–22.55 h: » Der Tod – das letzte Tabu (3): Sterben auf Bestellung (Dok) => Mediathek
«Reporter» porträtiert eine Frau und einen Mann, die sich bei Exit zu Sterbebegleitern ausbilden lassen. Sie war Heimleiterin, er Leiter eines Gefängnisses. Was ist ihre Motivation? Wie begleitet man einen Menschen in den Tod? Und wie geht es einem danach? «Reporter» ist bei der Schulung der beiden dabei und begleitet sie an ihren ersten Einsatz – mit im Gepäck: das Gift.

• TV ZDF, Di 3. Dez., 22.15–45 h: » Nur das Heute zählt (Demenzerkrankung)
In Deutschland leben etwa 1,7 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Zwei Drittel davon haben Alzheimer. Ihre Zahl wird bis 2050 auf drei Millionen steigen.

• TV SRF 1, So 8. Dez., 22.25–22.55 h: » Der Tod – das letzte Tabu (4): Mein Kind ist unheilbar krank (Dok) => Mediathek
Wie lange soll mein Kind leben? Das ist wohl die schwierigste Frage überhaupt, die sich Eltern stellen müssen. «Reporter» porträtiert Familien, die sich genau mit dieser Frage auseinandersetzen müssen. Die 13-jährige Ceren kann nicht mehr sprechen, sich nicht mehr bewegen und muss künstlich beatmet werden. Sie liegt zu Hause bei ihren Eltern. Ist das das Beste für das Kind? Oder für die Eltern, die nicht loslassen können? Wer wagt, das zu entscheiden? Ceren, sagen die Eltern. «Sie wird selbst bestimmen, wann es Zeit ist, zu gehen.»

• TV ZDF, Di 17. Dez., 22.15–45 h: » Liebe macht mutig (Paar mit Down-Syndrom)
In einer Zeit, in der die Diskussion um die pränatale Diagnostik wieder aufflammt, blickt "37°" in das Leben eines jungen Paares mit Trisomie 21, das seinen ersten Urlaub gestaltet.

• TV SRF, Sa 18. Jan. 20, 16.40–17.10 h: » Suizid! Warum wolltest du nicht leben? => Mediathek
Tot. Als Sabrina Müller vom Suizid ihrer besten Freundin erfährt, ist sie geschockt. Sie fühlt sich ohnmächtig, schuldig und weiss nicht, wie sie weiterleben soll. Die reformierte Theologin bricht mit dem Tabu Suizid und erzählt, wie ihr komplexer Trauerprozess mit Höhen und Tiefen verlief.

• TV SRF, Di 21. Jan., 21.05–25 h: » Puls: Tabuthema Totgeburt – Eltern erzählen ihre Geschichten => Mediathek
Jede fünfte Frau erlebt eine frühe Fehlgeburt. 600 ausgereifte Babys pro Jahr kommen tot zur Welt oder sterben in den ersten Wochen nach der Geburt. Für betroffene Frauen und Familien ein grosses Leid. Umso mehr, weil tote Babys immer noch ein Tabuthema sind. Bei «Puls» erzählen betroffene Frauen ihre Geschichte.

• TV ARD, Mo 10. Febr., 23.45–00.30 h: » Hiobsbotschaft (Themenbereich: Ehe)
Es ist der Moment, vor dem sich viele Patienten und ihre Angehörigen fürchten: Ein Arzt überbringt eine schlechte Diagnose, die das Leben auf den Kopf stellt. Wie gut ein Mensch eine solche Nachricht verkraftet, hängt entscheidend von der Art und Weise ab, wie sie der Arzt überbringt.

Posts navigation

1 2 3 4 5 6 7
Scroll to top