AU: Umfrage zur Befindlichkeit von Einsatzkräften Corona-Krise

Online-Umfrage

Beat Weber

Online-Umfrage zur Befindlichkeit von Einsatzkräften und Krankenhauspersonal während der COVID-19 Pandemie

Liebe Kolleginnen und Kollegen.
Im Rahmen des EU-Projekts » NO-FEAR sind wir in unserer Arbeitsgruppe Notfallpsychologie am Institut für Psychologie der Universität Innsbruck an der Befindlichkeit von Einsatzkräften während der Corona-Krise interessiert. Dabei interessiert uns die Sicht ganz verschiedener Einsatzkräfte – aus Rettungsdienst, Krisenintervention, Feuerwehr, Polizei, Bundesheer/Bundeswehr etc. Wir führen derzeit eine Fragebogenerhebung durch. Wir würden uns sehr freuen und euch / Ihnen äußerst dankbar sein, wenn ihr euch ca. 20 Minuten Zeit nehmt, um den Fragebogen auszufüllen.– Wenn möglich, teilt bitte den Umfrage-Link unter euren Kolleginnen und Kollegen in eurer/Ihrer Einsatzorganisationen.– Die Ergebnisse der Erhebungen teilen wir auf Anfrage natürlich gerne mit und werden sie auch voraussichtlich auf einer der zukünftigen Kriseninterventionstagungen vorstellen.

Herzlichen Dank für deine/Ihre Unterstützung!
Liebe Grüße aus Innsbruck!
Alexander Kreh, Barbara Juen, Dietmar Kratzer


» Link zur Umfrage

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MAG. DIETMAR KRATZER
Klinischer und Gesundheitspsychologe, Notfallpsychologe | Clinical Psychologist
Technisch administrative Unterstützung in Forschung & Lehre | Technical support for research & education
Arbeitsgruppe Notfallpsychologie & Psychotraumatologie | Research group Emergency Psychology & Psychotraumatology
Institut für Psychologie | Department of Psychology
Universität Innsbruck | University of Innsbruck
Innrain 52, A - 6020 Innsbruck
P: +43 (0)512 507 56030 | F: +43 (0)512 507 56199
| » http://psychologie.uibk.ac.at

Corona & Kinder

Die AETAS Kinderstiftung in München (Simon Finkeldei) hat das unten stehende Rundmail verschickt. Es ist uns als CNS/CAS freundlicherweise durch Corina Bandelli (PSNV, CT AR/AI) zugänglich gemacht worden. Es orientiert über Umgangsweisen betreffend des Corona-Virus mit Blick auf die Betreuung von Kindern durch Fachpersonen und Eltern.

Beat Weber

Rundmail:
Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die derzeitige Situation und der mögliche weitere Verlauf beschäftigen derzeit viele Kinder, Familien, Bezugspersonen und Fachkräfte.
Aus diesem Grund bereitet die KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung zu verschiedenen aktuellen Fragestellungen eine Sammlung von Handreichungen zum Umgang mit Kindern aus psychotraumatologischer Sicht vor. In diesem Zusammenhang wurden auch andere uns derzeit zur Verfügung stehende internationale Handlungsempfehlungen gesichtet und miteinbezogen.
In der Anlage erhalten Sie als Anregung die ersten grundlegenden Empfehlungen für Eltern, Bezugspersonen und Fachkräfte aus Beratungs- und Krisendiensten. Diese finden Sie ebenfalls als Download auf der » Homepage der AETAS Kinderstiftung.
Dort werden fortlaufend weitere Handreichungen zu Themen wie „Woran erkenne ich, dass mein Kind belastet ist – was kann ich tun“ oder „Im Ernstfall – kindgerechte Worte zu Krankheit, Sterben und Tod“ zum Abruf angeboten. Hinweise zu unserer elektronischen und telefonischen Krisenberatung finden sich dort ebenfalls.

Mit freundlichem Gruß
Tita Kern, Simon Finkeldei und Verena Blank-Gorki


Simon Finkeldei, Dipl. Psychologe
Psychol. Psychotherapeut (VT), Lehrtherapeut, Supervisor
stv. Vorstandsvorsitzender TraumaHilfeZentrum München e.V.
stv. Fachliche Leitung der KinderKrisenIntervention AETAS Kinderstiftung

Baldurstraße 27, D-80637 München

Siehe auch unsere Seite zu » Corona & Care

Passionszeit & Ostern – Meditationen

Spirituelle Gedanken und Besinnungen zu Karfreitag und Ostern. Zur Passions- und Osterzeit im Zeichen von „Corona“ siehe auch der Link „Hoffnung ist ansteckend“ sowie den Beitrag im Anhang (pdf).

Beat Weber

Die Totenehrung fällt aus

Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge (Johannesevangelium 18,37).

Immer wieder hat man Jesus für tot erklärt. Die Totenscheine, die seinen Abgang für ewig besiegeln sollten, trugen die unterschiedlichsten Unterschriften. Sie wurden nicht nur von seinen erklärten Gegnern ausgestellt – von Kaiphas und Pilatus, von Marx und Mao. Auch viele seiner Freude konnten es bis heute nicht fassen, dass er nicht im Grab gblieben ist.
Seine ersten Anhänger haben nicht anders gedacht. Auch die Frauen nicht, die am Grab dem Toten ihre letzte Liebe erweisen wollten. Doch die Totenehrung fällt aus. Das Grab ist leer. Gott hat gehandelt. Er hat Jesus auferweckt. Ales andere wäre eine unmögliche Möglichkeit. Gott schreibt ihn nicht ab. Er verschreibt ihm Auferstehung, Leben und nicht Tod! – Jesus lebt!

Lassen wir uns nicht von Totenscheinen beeindrucken, die man wieder und wieder für ihn ausstellt. Sie stimmen alle nicht. Das unfassbare Ereignis seiner Auferstehung ist die Wirklichkeit, auf die wir bauen können.

Weg zum Glauben

Der Weg zum Glauben führt über die Wunden. Sie sind nicht Zeichen der Abwesenheit Gottes, sie werden zum Ort der Gottesbegegnung. Hier können wir, wenn wir nicht fliehen, Gott erlernen. Wunden annehmen können ist in Wahrheit Gnade.
Vom heiligen Martin wird erzählt, er habe in der Nacht vor der Begegnung mit dem Bettler eine Erscheinung gehabt, in Gestalt eines majestätischen Königs. Martin fragt ihn: „Wer bist du?“ Darauf sein Gegenüber: „Ich bin dein Heiland, Jesus Christus“. Martin erwidert: „Wo hast du denn deine Wunden?“ Die Antwort: „Ich komme jetzt nicht als ein Verwundeter, nicht vom Kreuz, sondern vom Himmel her in meiner Herrlichkeit.“ Darauf Martin: „Du magst mir der rechte sei. Geh mir aus den Augen; du bist der Teufel; den Heiland, der ohne Wunden ist, den mag ich nicht sehen; den erkenne ich nicht, der das Zeichen seines Leidens nicht hat.“

Es ist und bleibt für uns befremdlich: Gerettet und erlöst werden wir nicht durch die Macht der Mächtigen, sondern durch die Teilnahme Gottes an unserer Ohnmacht und an unserem Leid. Damit wird die Ohnmacht nicht verherrlicht, das Leiden hat nicht aus sich heraus erlösende Kraft. Die Liebe, die mit dem Geliebten eins wird, ist die Erlösung. Gott duldet keine Apartheid zwischen sich und seinen gequälten Geschöpfen. „Ich mag dich leiden“, sagt er uns.

(Franz Kamphaus, in: „Wenn Gott in die Quere kommt“)

Ecco homo

Ausgestreckt,
ausgespannt
zwischen Gesetz und Gnade,
zwischen Himmel und Erde,
zwischen Gott und Mensch.

Er ist ein Kreuz geworden:
horizontal die Arme,
vertikal der Lieb.
Jesus,
ausgesetzt auf zwei Balken
zwischen Himmel und Erde.
Kein Engel kam.
Kein Elias.

Nicht einmal Perus.
Am Ölberg: Schweiss auf Angst.
Am Kreuz: Ein verlassener,
göttlicher Mensch.
Der Gottessohn.
Der Menschensohn.

Er ist zum Kreuz geworden.
Kein anderes Zeichen deutet das Leben
so hoffnungsvoll wie das Kreuz.

(Martin Gutl)

Ecce Homo

Weniger als die Hoffnung auf ihn
das ist der Mensch
einarmig
immer

Nur der gekreuzigte
beide Arme
weit offen
der Hier-Bin-Ich

(Hilde Domin)

Links:
» Osteraktion der Kirchen
» Viertelstunden für den Glauben
» Hoffnung ist ansteckend (Weltwoche, 7.4.20, Ralph Kunz)
» Karfreitagspredigt aus dem Petersdom in Rom (Vatican News, 10.4.20)
» Ostern in Zeiten von Corona (NZZ, 11.4.20, Thomas Ribi)

Gesammelt und zusammengestellt von: VDM Dr. Beat Weber, Geschäftsführer CNS-CAS, Anwilerstr. 10, 4059 Basel; 061 543 10 71; .

Aus- und Weiterbildungen 2020/21

Für den Bereich Care/NFS gibt es verschiedene Arten von Aus- und Weiterbildungsangebote. Sie reichen von Kurs(halb)tagen über Kurswochen bis zu Bildungsmodulen. Nachfolgend eine Auswahl (die Liste kann ergänzt werden; weitere Hinweise werden entgegen genommen). Über Art, Inhalt, Qualität, Teilnahmebedingungen und Anmeldung können hier keine Auskünfte gegeben werden; die einzelnen Anbieter sind dafür direkt zu konsultieren.

Links (vgl. auch unsere Rubrik » Veranstaltungen)
» Was die Seele gesund hält – Heilkräfte der Seele (Zürich, 11./12.6.20)
» Tagesseminar „Sinnvoll leben“ (Zürich, 19.6.20)
» Tagung "Sterben, wie ich will?" (Zürich, 11.9.20)
» Kriseninterventionstagung (Innsbruck, 25./26.9.20)
» Fachtagung Carelink zum Thema Resilienz (Zürich, 22.10.20)
» Vortrags- und Gesprächsreihe zur Psychologie der Liebe (Zürich, div. Abende ab 5.2.20)
» Ethik in Seelsorge & Spiritual Care (Zürich, 29./30. Okt. 20)
» Workshop Selbtschutz & Widerstandskraft stärken (Zürich, 5.+6.11.20)
» Krisenintervention Schweiz (Ausbildung zum Care Giver/Peer)
» Weiterbildung Psychologische Nothilfe (SBAP.)
» Coaching mit ADHS und Autismus-Störung
» Care&Peer Practice (CPP)
» Aumônerie d'urgence ASPUR (OPF)
» Fortbildung Notfallpsychologie
» Bildungs- und Veranstaltungsangebote SBAP.
» CAS in Spiritual Care Uni ZH
» Fortbildung in Trauerbegleitung für Fachpersonen Gesundheitswesen und Seelsorge (ab. Jan. 2020)
» Professionell begleiten beim frühen Tod eines Kindes (Lehrgang 2020/21, Zertifikat)
» Grundkurse Sterbebegleitung (2020)
» CAS in Motivational Interviewing Uni BS (2020)
» Spitalseelsorge Schweiz (Kurse)
» Palliative Care | Organisationsethik
» Clinical Pastoral Training (CPT)
» Kindsverlust: Veranstaltungen für Fachpersonen

VS: PsyCovid19 – ein psychologisches Hilfsangebot

Unter dem Namen PsyCovid19 können Bevölkerung, Patienten und das Gesundheitspersonal ab sofort ein psychologisches Hilfsangebot während der Corona-Pandemie nutzen. Dieses Angebot ist dank der Finanzierung des Kantons kostenlos.

// Sous le nom de PsyCovid19 , la population, les patients et les travailleurs de la santé peuvent désormais bénéficier d'un service de soutien psychologique pendant la pandémie de corona. Cette offre est gratuite grâce au financement du canton. Beat Weber



Quellen:
» Radio Rottu (31.3.2020)
» La Nouvelliste (31.3.2020)
»  SRF Regionaljournal BE-FR-VS (31.3.2020)

Bericht:
Das Projekt verfolgt zwei Hauptziele:
• Koordination der verschiedenen Angebote im Kanton VS für Menschen in existenziellen, sozialen oder zwischenmenschlichen Notlagen
• psychologische Unterstützung des Gesundheitspersonals, insbesondere in der klinischen Ethik, Infektiologie, Palliativpflege, Psychiatrie, im Rettungswesen und im gesamten sozialmedizinischen Bereich

Im Oberwallis steht die PsyCovid19-Helpline unter der Nummer 027 604 39 88 ab sofort der Bevölkerung, Spitalmitarbeitenden und Fachpersonen aus medizinischen sowie psychosozialen Institutionen zur Verfügung. Betreut wird die Linie von Fachpersonen des Care-Teams Psychiatriezentrum Oberwallis PZO. Im Spitalzentrum Oberwallis ist die psychische Unterstützung der Patienten und ihrer Angehöriger durch den PZO-Konsiliardienst und das Care-Team PZO gewährleistet. Bei psychiatrischen Notfällen kann sich die Bevölkerung im Oberwallis unter der Nummer 027 604 36 50 und ausserhalb der Bürozeiten unter der Nummer 027 604 33 33 an das PZO wenden.

Im Unterwallis werden die Angebote vom Netzwerk » Réseau Entraide Valais koordiniert. Für Personen in psychischen Notlagen stehen die Kompetenzzentren für Psychiatrie und Psychotherapie des Spitals Wallis unter der Nummer 0800 012 210 bereit. Diese Nummer ist rund um die Uhr erreichbar, ebenso der Psychiatrie-Notfall im Spital Martinach. Die Abteilung Liaisonpsychiatrie des Spitals steht den hospitalisierten Patienten und Spitalmitarbeitenden zur Verfügung. Spitalexterne Gesundheitsfachpersonen erhalten unter folgenden Nummern Unterstützung: 058 433 0 110 (Französisch) und 058 433 0 115 (Deutsch).

// En Bas-Valais, les offres sont coordonnées par le réseau » Réseau Entraide Valais. Pour les personnes en détresse mentale, les centres de compétence en psychiatrie et psychothérapie de l'hôpital du Valais sont disponibles au 0800 012 210. Ce numéro est disponible 24 heures sur 24, tout comme l'urgence psychiatrique de l'hôpital Martinach. Le service de psychiatrie de liaison de l'hôpital est à la disposition des patients hospitalisés et du personnel hospitalier. Les professionnels de santé externes peuvent recevoir une assistance aux numéros suivants : 058 433 0 110 (français) et 058 433 0 115 (allemand).

AG: Spitalseelsorge an Corona-Patienten

Aargauer Spitalseelsorger bereitet sich auf Corona-Patienten vor: «Es gilt, das Grundvertrauen zu bewahren». Bald wird Stefan Hertrampf seinen ersten Covid-19-Patienten betreuen. Wie er sich vorbereitet – und wie Szenen wie in Italien verhindert werden sollen.

Die Corona-Welle ist in der Schweiz angekommen. Für die Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Aargauer Kantonsspitälern hat die zusätzliche Arbeit derweil schon längst begonnen. «Seit ein Besuchsverbot gilt, sind wir für viele Patienten neben dem Gesundheitspersonal die einzigen Kontakte», sagt Theologe Stefan Hertrampf, stellvertretender Fachstellenleiter der Spital-, Klinik- und Heimseelsorge der römisch-katholischen Landeskirche.

Beat Weber

Quelle:
» Aargauer Zeitung (22.3.2020)



Foto:
Stefan Hertrampf, Theologe und Spitalseelsorger: «Empathie zu vermitteln im Schutzanzug, ist nicht ganz einfach», © zvg.

Bericht:
Die Corona-Welle ist in der Schweiz angekommen. Für die Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Aargauer Kantonsspitälern hat die zusätzliche Arbeit derweil schon längst begonnen. «Seit ein Besuchsverbot gilt, sind wir für viele Patienten neben dem Gesundheitspersonal die einzigen Kontakte», sagt Theologe Stefan Hertrampf, stellvertretender Fachstellenleiter der Spital-, Klinik- und Heimseelsorge der römisch-katholischen Landeskirche.
«Unsere wichtigste Aufgabe ist das Zuhören. Wir urteilen nicht, wir werten nicht, wir missionieren nicht. Manchmal genügt es, einfach nur da zu sein und gar nichts zu sagen. Das wird nicht anders sein, wenn wir einen Covid-19-Patienten vor uns haben.»

In den Kantonsspitälern Aarau und Baden sind insgesamt neun Seelsorger der katholischen und reformierten Landeskirchen im Einsatz. «Auf eine solche Situation, wie sie nun auf uns zukommen wird, kann man sich nur bedingt vorbereiten», sagt Hertrampf. «Wir gehen davon aus, dass das Bedürfnis nach Gesprächen mit uns in den kommenden Tagen und Wochen weiter zunehmen wird, sowohl bei Patienten im Spital als auch beim Personal.»
Bei den Gesprächen mit den Seelsorgern gebe der Patient oder die Patientin das Thema vor. «Mit uns kann man über alles reden. Trost spenden heisst nicht, Menschen Ratschläge zu erteilen, und schon gar nicht, Floskeln zu verwenden wie: ‹Das geht auch wieder vorbei›.» Hilfreich sei das Dasein, das Anerkennen des Leids, sagt Hertrampf. «Es gibt keine Rezepte, die man auspacken könnte und die auf jeden Patienten passen. Wir begleiten Menschen individuell. Das ist aber auch in normalen Zeiten so.»
Falls ein Corona-Patient um ein Gespräch mit einem Seel­sorger bittet, «werden wir den Raum selbstverständlich mit Schutzanzug betreten. Für uns ist das nichts Neues. Wir haben auch schon in der Vergangenheit Gespräche mit Patienten geführt, die isoliert waren.» Der Anzug führe zwar zu einer gewissen Distanz, weil man das Gesicht kaum sehe. «Emotionen und Empathie zu vermitteln, ist auf diese Weise nicht ganz einfach. Die Akzeptanz der Patienten ist aber gross, sie wissen, warum wir so ausgestattet sind.»
Die Belastung des Personals sei durch die Corona-Krise gestiegen und werde noch steigen. Eine gewisse Anspannung sei derzeit bei allen spürbar. «Auch bei mir persönlich. Das Unheimliche ist, dass das Virus uns allen näher kommt, aber nicht sichtbar ist. Es gilt jetzt, das Grundvertrauen zu bewahren», sagt Hertrampf. Um das Personal noch besser unterstützen zu können, haben die Spitalseel­sorge sowie der Fachbereich Psychosomatik und Psychoonkologie im Kantonsspital Aarau einen zusätzlichen Dienst zur psychologischen Unterstützung eingerichtet.
Herzzerreissende Momente wie in Italien vermeiden

Die hoffnungsvolle Nachricht: Herzzerreissende Szenen wie in Italien sollen in Aargauer Spitälern vermieden werden. «Das Schlimme ist, dass die Patienten allein sind. Wie sie weinen und darum betteln, ihren Kindern und Enkel ‹Auf Wiedersehen› zu sagen», berichtete Francesca Cortellaro, Notfallmedizinerin Spital San Carlo Borromeo in Mailand. Patienten in Aargauer Spitälern dürfen zwar zurzeit keine privaten Besuche empfangen, davon ausgenommen seien aber Patienten in ausserordentlichen Situationen, sagt Stefan Hertrampf.

… und ein nochmals ganz anderer » Bericht aus Bergamo

NW+OW: Bestattungen angesichts des Corona-Virus

Bestattung ohne Trauergottesdienst: Das empfehlen Ob- und Nidwaldner Seelsorger
Wegen des Corona-Virus können Angehörige nur noch im engsten Kreis von ihren Liebsten Abschied nehmen. Den Trauerprozess könne man dennoch nicht verschieben, findet unter anderem die Kernser Pfarreibeauftragte Marianne Waltert.

Beat Weber

Quelle:
» Luzerner Zeitung (20.3.2020)


Foto:
Elmar Rotzer, Diakon und Gemeindeleiter, auf dem Friedhof in Ennetbürgen.
Bild: Adrian Venetz (19. März 2020)

Bericht:
Der Ennetbürger Gemeindeleiter und Diakon Elmar Rotzer hat am vergangenen Donnerstag auf dem Friedhof die erste Beisetzung unter speziellen Vorzeichen abgehalten: Bestattungen dürfen wegen des Corona-Virus bis mindestens 19. April nur noch im kleinsten Kreis stattfinden, Trauergottesdienste sind nicht mehr gestattet. «Im engen Familienkreis haben wir die Urne des Verstorbenen in einem würdevollen Rahmen auf dem Friedhof beigesetzt», sagt Elmar Rotzer. Der Trauergottesdienst hat bereits vorher stattgefunden.

Für ihn steht grundsätzlich einer Verschiebung der Bestattung oder des Trauer- und Gedenkgottesdienstes nichts im Wege. «Im Trauergespräch teilt mir die Familie ihre Bedürfnisse mit. Ich gehe jeweils individuell auf die Situation ein und suche mit den Angehörigen nach einer geeigneten Lösung.» Rotzer kann sich in der momentanen Situation beide Varianten gut vorstellen: Die Beisetzung findet im kleinen Familienkreis statt, der Trauergottesdienst folgt später oder die Angehörigen warten mit Beisetzung und Trauerfeier, bis diese wieder im grösseren Rahmen und ohne Einschränkungen stattfinden können. Für eine Beisetzung im kleinen Kreis plädiert der Stanser Pfarreiadministrator und Nidwaldner Dekan Melchior Betschart.

«Zuwarten, bis wieder normale Beerdigungen möglich sind, scheint mir nicht sinnvoll, da dieser Notstand noch längere Zeit anhalten kann.»
Anstelle des ausgefallenen Trauergottesdienstes werde er während der Beisetzung einige Gebete und Texte mehr zur Trauergemeinde sprechen. Entfernten Verwandten oder sonstigen Angehörigen, die an der Bestattung nicht teilnehmen dürfen, empfiehlt er, später individuell am Grab des Verstorbenen Abschied zu nehmen.

Dekan Bernhard Willi: Warten ist schlecht für den Trauerprozess

Eine Verabschiedung oder Bestattung möglichst bald nach dem Tod vollziehen: Das empfiehlt auch der Sarner Pfarrer und Obwaldner Dekan Bernhard Willi. «Damit länger zu warten, ist nicht empfehlenswert für den Trauerprozess, sonst könnte dies die Wunden wieder aufreissen.» Eine gute Möglichkeit finde er, die nicht durchgeführte Trauerfeier später in einem Gottesdienst wie dem Dreissigsten zu integrieren und dem Verstorbenen zu gedenken, sofern Gottesdienste bis dahin wieder erlaubt seien. Doch schliesslich müsse jede Trauerfamilie selber wissen, was für sie am besten stimme. Dies könne sie mit dem Seelsorger individuell besprechen. Niemand habe Erfahrung mit der aktuellen Situation. Er möge sich nicht daran erinnern, dass schon mal Gottesdienste und grössere Trauerfeiern verboten worden seien, meint der 54-jährige Bernhard Willi, der seit 2005 Pfarrer von Sarnen ist.

Auch die Kernser Pfarreibeauftragte Marianne Waltert rät den Trauerfamilien davon ab, Beerdigungen zu verschieben. «Es gibt Ereignisse, die man nicht vertagen kann. Dazu gehört der Trauerprozess und als Teil davon auch die Bestattung.» Dass man jetzt auf den «richtigen» Gottesdienst in der Kirche verzichten müsse, sei zwar traurig, aber die Familien verstünden dies. «Ich werde mich bemühen, die Beisetzungen trotzdem so stimmig wie möglich für die Angehörigen zu gestalten.»


Links zu ähnlichen Themen und Beiträgen:
» Aus Italien: Die Stadt, in der die Glocken nicht mehr läuten (BaZ, 24.3.20)
» Beerdigungen in Zeiten von Corona (Radio SRF 3.4.20)

CNS/CAS: NEWSLETTER 2020.01

Am Mittwoch, den 1. April 2020, ging der Newsletter 2020.01 (Jan.–März) an Mitglieder, Institutionen und interessierte Kreise (siehe pdf im Anhang)

// Le mercredi 1er avril 2020, la Newsletter 2020.01 (janv.-mars) a été envoyée aux membres, aux institutions et aux parties intéressées (

voir pdf en annexe Beat Weber

Care Teams | Notfallseelsorge Schweiz (CNS)
Care Teams | Aumônerie d’urgence Suisse (CAS)



Editorial D:
Liebe Leserin, lieber Leser,
Sie haben den ersten Newsletter CARE|Notfallseelsorge dieses Jahres vor sich. Die Welt ist eine andere geworden – ein „Mini-Lebewesen“, das sich rasend verbreitet und schlimme Folgen haben kann, ist der Grund dafür. Im Hauptbeitrag „Corona & Care“, der regelmässig aktualisiert wird, finden Sie Wesentliches zusammengestellt.

Die Themen der weiteren Berichte entnehmen Sie der nachfolgenden Liste. Den Schluss bilden Informationen von uns als CNS: Die GV musste verschoben werden, und es gibt einige Personalwechsel. Ich selbst werde auf Ende Juni als Geschäftsführer & Webkoordinator zurücktreten, und wir suchen zunächst für ein Jahr einen neuen Webkkoordinator.
Seien Sie behütet in diesen herausfordernden Zeiten. Wir danken Euch für Euren wichtigen Dienst und: Take CARE!

Liebe Grüsse
Care Teams | Notfallseelsorge Schweiz (CNS)
Beat Weber, Geschäftsführer & Webverantwortlicher



Éditorial F:
Cher lecteur,
Vous avez devant vous la première newsletter CARE|Aumônerie d'urgence de cette année. Le monde a changé - une « mini-bête » qui se propage à une vitesse folle et peut avoir des conséquences terribles en est la raison. Dans l'article principal « Corona & Care », qui est régulièrement mis à jour, vous trouverez des informations essentielles. Les thèmes des autres rapports sont présentés dans la liste ci-dessous.

Enfin, il y a des informations de notre part en tant que CAS : l'AG a dû être reportée, et il y a eu quelques changements de personnel. Je quitterai moi-même mes fonctions de Sécretaire général & coordinateur du web à la fin du mois de juin, et nous recherchons un nouveau coordinateur du web, initialement pour un an.
Soyez protégé en ces temps difficiles. Nous vous remercions pour votre service important et : Take CARE !

Chères salutations
Care Teams | Aumônerie d'urgence Suisse (CAS)
Beat Weber, Sécretaire général & coordinateur du web

Palliative Care – eine andere Weise von Care

CARE – die Sorge und Hilfestellung für bedürftige Menschen in besonderen Lebenslagen verbindet die Krisenintervention unserer Care Teams in Not-, Unglücks- und Todesfällen mit der Arbeit von „Palliativ Care“ (PCare). Die Bezeichnung leitet sich ab aus lat.

„pallium“, was einem mantelähnlichen Umhang entspricht. Palliative Care umfasst die Betreuung und die Behandlung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und/oder chronisch fortschreitenden Krankheiten.

Ihr Schwerpunkt liegt in der Zeit, in der die Heilung als nicht mehr möglich erachtet wird und kein primäres Ziel mehr darstellt. Es wird angestrebt Patientinnen und Patienten eine ihrer Situation angepasste optimale Lebensqualität bis zum Tode zu gewährleisten und die nahestehenden Bezugspersonen angemessen zu unterstützen. Nachfolgend finden sich einige (weiterführende) Links und Hinweise zur Palliative Care.

Beat Weber

Palliative Care

palliative.ch: Schweizerische Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Betreuung:
Bubenbergplatz 1, 3011 Bern; Tel. 031 310 02 90;
» Homepage für die Allgemeinheit
» Page d'accueil pour le grand public
» Homepage für Fachpersonen
» Page d'accueil pour les professionelles
» Palliativ-Karte der Schweiz (Überblick)
» Nationaler Palliative Care Kongress (25.–26.11.2020, Biel)

Weitere, auch kantonale und regionale Hinweise:
• CH: Palliative Care: » Tipps für Betroffene und Angehörige (SRF: Ratgeber 2.11.2017)
• SO: Freiwillige begleiten schwerkranke und sterbende Menschen: » Kursangebote der Fachstelle für Diakonie und Soziale Arbeit (FADISO)
• GR: Im Safiental entstehen bis 2020 pflegegerechte Wohnräume – für ein Leben in Würde bis zuletzt: » Tenna Hospiz
• BE: Stelle (40%) » Projektmitarbeit Spezialseelsorge / Palliative Care (refBEJUSO)
• ZG: » Stellenleitung (100%) Spitalseelsorge, inkl. Koordination Seelsorge Palliative Care (kathZG)
• ZH: TV-Dok (24.11.19) zu » Der Tod – das letzte Tabu: Auf Einsatz mit der Palliativpflege (nach Sendung auf Mediathek Play SRF zu finden)
• AG: » Palliative und Spiritual Care: Fortbildung in Trauerbegleitung für Fachpersonen Gesundheitswesen und Seelsorge (2020)

Verwandte Themen und Berichte auf unsere CNS/CAS-Homepage:
» Palliative Care – Spiritual Care
» Weiterbildungsangebote PCare
» Sterben und Sterbende begleiten
» Zu jung zum Sterben
» Lebensende – würdevoll sterben
» Assistierter Suizid!?
» Seelsorglich/kirchlich assistierter Suizid?
» Care & Religion / Spiritualität?
» Member Care
» Homepage Spitalseelsorge Schweiz

SZ: Sesselbahn-Unfall am Stoos

Am 6. Febr. 2020, ca. 22 h, kam es auf der Spezialtalfahrt einer zehnköpfigen Gruppe nach einem Firmenanlass (Lindt & Sprüngli) bei der Talfahrt des Sesselifts Fronalpstock–Stoos (Gemeinde Morschach) zum Absturz eines Vierer-Sessels.

Ursache war eine Kollision mit dem gespannten Windenseil eines Pistenfahrzeugs. Beim Sturz aus 10m Höhe wurden 2 Personen lebensbedrohlich, 2 weitere erheblich verletzt. Polizei und Rettungsdienste kamen zum Einsatz.

Die Verletzten wurden mit Helikoptern in verschiedene Spitäler gebracht; ein Verunfallter erlag am 12. Febr. seinen Verletzungen. Auch ein Care-Team kam zum Einsatz.

Beat Weber,

Links zur Berichterstattung der Medien:
» SRF, 7.2.20
» SRF, 13.2.20
» Luzerner Zeitung, 7.2.20
» Blick, 7.2.20

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